Martinshorn folgt auf lautes Sirenengeheul

Nellschütz: Vorführung der Feuerwehr Zorbau-Granschütz
(Mit der Namensgebung ist der MZ ein kleiner Fehler unterlaufen - richtig heißt es Feuerwehr Zorbau-Gerstwitz. Der Name Gerstwitz ist im Namen der Feuerwehr erhalten geblieben, weil die Freiwillige Fuerwehr bis zum Bau des neuen Feuerwehrhauses in Zorbau seinen Sitz in Gerstwitz hatte)
von Constanze Matthes,
 
Nellschütz/MZ. Nach der Sirene heulte das Martinshorn. Zwei Löschfahrzeuge rollten unter Blaulicht auf den Nellschützer Sportplatz und zogen eine Staubwolke hinter sich her. Für eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr Zorbau-Granschütz ruhte am Sonntag das gesellige Leben des Pfingstbieres.

 

Christian Burger Christian Burger In voller Montur brauchte Feuerwehrmann Christian Burger beim Ausrollen eines Löschschlauches ganz schön Kraft. (MZ-Foto: Maik Schumann)


Ein Dutzend Brandhelfer zeigte den Rettungseinsatz im Falle eines ausgebrochenen Feuers, bei dem jede Minute zählt und die Handgriffe wie im Schlaf beherrscht werden müssen. Vom Ausrollen der Schläuche bis zur Koordinierung der einzelnen Truppen. "Wir wollen den Einwohnern mit dieser Übung beweisen, dass wir ständig präsent sind und für Sicherheit sorgen", sagte Wehrleiter Raimo Schweigel. Zudem nutzten die Floriansjünger ihren großen Auftritt, um die Werbetrommel für den Nachwuchs zu rühren.

Zuschauer Die Feuerwehr führte mit dem Großtanklöschfahrzeug 95 / 64, das mit einem Tank für 9 500 Liter Wasser und 900 Liter Schaum ausgerüstet ist, das im Moment größte Löschfahrzeug im gesamten Burgenlandkreis und sogar eines der modernsten in Sachsen-Anhalt vor. Nach der Übung konnten

Interessierte einen Blick auf die Einsatztechnik werfen, die mit Thomas Lemmnitz sogar den Vater eines aktiven Brandschützers begeisterte: "Es ist spannend, welche Technik benutzt wird, um zu helfen und wie sie auch die Einsatzkräfte schützt. Und solch eine Ordnung finde ich nicht einmal in meinem Werkzeugkasten." Sohn Martin zählt zu den insgesamt 25 Aktiven und er beteiligte sich ebenso an der Übung in Nellschütz wie Nadja Kabisch. Die junge Frau aus Taucha ist Zugführerin. "Es macht mir Spaß. Zudem war mein Vater selbst sehr lange in der Feuerwehr aktiv", erklärte sie ihr Engagement in einer Männerdomäne. In wenigen Wochen wird sich die freiwillige Feuerwehr erneut mit einer Übung präsentieren. Am 1. Juni rollen die Löschfahrzeuge auf dem Zorbauer Festanger.
 

 

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