Jugendliche sind heiß auf die Feuerwehr
VON CLAUDIA PETASCH

ZORBAU/MZ. "Nadja ist top, immer locker drauf", lobt der zwölfjährige Louis Bauer seine Jugendwartin Nadja Kabisch von der Feuerwehr Zorbau-Gerstewitz. Und die anderen fünf Jugendlichen der Nachwuchsgruppe nicken zustimmend.

Nadja Kabisch

Feuerwehrfrau Nadja Kabisch erklärt den Jugendlichen, wie sie Schläuche kuppeln können. (FOTO: PETER LISKER)

Sie alle finden die 24-Jährige toll, die seit zwei Jahren den Posten als Jugendwartin innehat. Kein Wunder, denn die Feuerwehr liegt ihr praktisch im Blut. Die ganze Familie ist bei den Brandschützern im Heimatort Taucha aktiv, sie selbst hat es wegen der Freunde zur Zorbauer Wehr gezogen. Das war vor sechs Jahren. Inzwischen kann die 24-Jährige sogar Einsätze leiten. "Sind unser Wehrleiter und Stellvertreter mal nicht da, bin ich diejenige, die das Kommando übernimmt. Das ist schon eine ganz schöne Verantwortung für 20 Leute", erklärt sie.


Binnen kürzester Zeit hat Nadja Kabisch die dafür nötigen Ausbildungen absolviert, machte den Truppführer, Gruppenführer und schließlich die Qualifikation zum Zugführer. Lange Wartezeiten zwischen den Lehrgängen gönnte sich die Pharmaziestudentin nicht. "Sobald der nächste Schritt möglich war, habe ich die Ausbildung absolviert", erklärt sie. Um dann die Jugendlichen richtig anleiten zu können, die Rechtsgrundlagen und die Formalien des Jugendschutzgesetzes zu kennen, kam noch eine Fortbildung zum Jugendgruppenleiter dazu.

Mit dem Nachwuchs der Zorbauer Wehr, der im Übrigen nicht nur aus der Gemeinde kommt, sondern auch aus Weißenfels und seinen Ortsteilen, arbeitet Nadja Kabisch gern zusammen. Fünf Jungen und ein Mädchen gehören derzeit der Gruppe an, die sich alle 14 Tage freitags zum Dienst trifft. In den Wintermonaten steht eher die Theorie an, derzeit wird praktisch geübt. Von Knotenkunde über Schläuche kuppeln bis hin zum Üben des Löschangriffes nass. "Wir wollen in diesem Jahr wieder an Wettkämpfen teilnehmen. Zum Beispiel im Juni in Dehlitz. Da müssen wir noch ein bisschen üben", erklärt die Jugendwartin.

"Das macht Spaß. Den Löschangriff nass, den üben wir alle gern, aber die Theorie mögen wir nicht so", sagt Jasmin Stolzenberg. Sie ist das einzige weibliche Mitglied in der Jugendfeuerwehr. Doch die Theorie gehöre genauso dazu, betont Kabisch und versucht daher, das Grundwissen so spielerisch wie möglich zu vermitteln. Sie hat sich dazu ein Quiz ausgedacht, nach dem Punkte verteilt werden. Wer bei den Diensten dabei ist und zu den Theoriestunden Fragen beantworten kann, bekommt Zähler zugesprochen. Im Dezember wird der Beste dann mit einem Pokal ausgezeichnet.

Zurück...